Die fünf grossen Lebenslauf-Mythen

Das vermeidlich einfachste Dokument einer Bewerbung kann zu einer echten Falle werden, wenn man es nicht richtig schreibt – der LEBENSLAUF. Welche Todsünden du vermeiden solltest und worauf es wirklich ankommt.


1. Eine Seite und nicht mehr

Auch wenn du schon einmal gehört hast, dass der Lebenslauf nicht länger als eine Seite sein darf, in Wirklichkeit ist er nicht auf eine bestimmte Seitenanzahl beschränkt. „Eine Seite und nicht mehr“ ist also ein Mythos, der immer noch kursiert. Dennoch sollte er nicht zu lang sein, denn denke daran: Der Personalchef hat nicht unbegrenzt Zeit.

Beschränke dich deshalb auf die relevanten Stationen deines Berufslebens und stelle so heraus, warum du der beste Bewerber für die ausgeschriebene Stelle bist. Denke daran, dass ein klarer und gut gegliederter Lebenslauf für die Mitarbeiter in den Personalabteilungen besser zu lesen ist und somit eher zum Erfolg führt.

Beschreibe kurz, was deine Aufgaben bei den jeweiligen Stationen deines Lebenslaufs waren. Hebe klar hervor, welche angeforderten Skills in der Stellenbeschreibung du erfüllst. Das erleichtert dem HR-Verantwortlichen, sich ein Bild über dich und deine Fähigkeiten zu machen.

Zum Schluss lasse noch jemanden Korrektur lesen. Zu leicht schleichen sich kleine Fehler ein, die man übersehen kann.

2. Ein bisschen Schummeln ist erlaubt

Eine der Todsünden des Lebenslaufs ist es, wenn du nicht ehrlich bist. Selbst kleine Lügen sind im Lebenslauf nicht erlaubt. Denn falls du enttarnt wirst, ist der Schaden meist nicht mehr gutzumachen. Es hinterlässt einen faden Beigeschmack im so wichtigen Vertrauensverhältnis zwischen beiden Parteien.

Stehe lieber zu deinen kleinen Macken und wandle diese in eine Stärke um. Überzeuge deinen künftigen Arbeitgeber, dass die eventuell fehlenden Kenntnisse durch harte Arbeit aufgeholt werden. Diese Motivation kommt besser an, als wenn du dich versuchst durch zu schummeln.

3. Je teuer das Foto aussieht, desto besser

Auch das ist nicht ganz richtig. 

Dein Foto spricht für Dich als Persönlichkeit und darf diese auch ganz klar hervorheben. Es soll dich als Mensch sowie auf der professionellen Ebene dem HR-Verantwortlichen positiv näherbringen, denn es unterstreicht den Eindruck, der aus deinen Unterlagen hervorgeht. Wichtig dabei ist das Beachten bestimmter Kriterien wie eine passende Kleidung, keine Unschärfe, kein Verwackeln oder eine genügend grosse Auflösung. Wenn es dann auch kein Ganzkörperfoto, sondern eine Portrait-Aufnahme und nicht älter als ein Jahr ist, hast du schon viel richtig gemacht.

Mehr zu diesem Thema erfährst du in der Rubrik: „So muss das perfekte Bewerbungsfoto aussehen."

4. Lücken im Lebenslauf verschleiern

Auch hier gilt: Sei ehrlich. Ein Verschleiern dieser Lücke bringt nichts, denn meist entdeckt ein Personaler dies. Auch wenn du auf eine Notlüge zurückgreifst und hier eine Fortbildung, Sprachreise oder ähnliches anfügst, denke daran, dass hierfür Zertifikate verlangt werden könnten. Überlege lieber, wie du diese Lücke sinnvoll erklären willst.

Auch das Kaschieren durch das Weglassen von Monatsangaben fällt grundsätzlich Personalern auf. Ein Tipp: Falls du in Zukunft eine Zeit nicht angestellt sein solltest, nutze das, um dich weiterzubilden. So ist später eine Lücke im Lebenslauf gut zu erklären.

5. Details verschweigen 

Manche Bewerber denken, dass es gut wäre, wenn sie ihre Kinder verschweigen und so bessere Chancen auf eine Anstellung hätten. Rein rechtlich müssen Eltern das natürlich nicht angeben. Sollte jedoch beim Vorstellungsgespräch die Frage danach kommen, ist es nicht ratsam zu lügen. Stell lieber dar, dass deine Kinder während der Arbeitszeiten gut betreut und deine Erziehung sehr gut mit deiner Karriere vereinnehmbar ist. Wenn dies gegeben ist, stellt es in der Regel für keinen Arbeitgeber ein Hindernis dar. Und falls doch, sollte man sich ohnehin überlegen, ob dieses Unternehmen das richtige für einen ist. Unser Tipp: geben Sie die Elternzeit im Lebenslauf immer an.